Am Samstag findet zum 20.Geburtstag der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) eine mit der BILD (ja ich weis - man kann nicht alles haben oO) initiierte Spendenaktion in 12 deutschen Städten statt.
Eine davon meine Universitätsstadt Halle. Warum ich das poste, von dem Fakt, dass ich das für eine wichtige Sache halte, einmal abgesehen? Nun einen Großteil der Organisation hat die Gruppe "Uni hilft!" übernommen - also wir MedizinstudentInnen selber. War eine Menge Arbeit und Stress, aber auch viel Spaß und ob alles so klappt wie gedacht, kann man sich dann am Samstag angucken:
28. Mai 2011
11-16Uhr
Löwengebäude
Universitätsplatz 11
Wer kann soll kommen, es gibt Kuchen, Getränke, Obst - nur gegen ein wenig Blut ;)
Alles Halbgare, was mich aktuell beschäftigt und raus muss. Nämlich jetzt. Hier. Also meine persönliche kleine Müllhalde und alle sind zum Spielen eingeladen.
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Donnerstag, 26. Mai 2011
Samstag, 7. Mai 2011
Studentenleben: Koffeinwahn und Grillanzünderdämpfe
Tada - da ich länger schon nix mehr gepostet habe, kommt hier mal ein bisschen Studiums-Trivia. Vom 28. April bis 01. Mai war hier in Halle die Medizinstudierendenversammlung der Bundesvertretung der Medizinstudierenden (MV des BVMD). Diese findet mehrmals im Jahr statt, immer an einer der 36 (?) Medizinfakultäten Deutschlands.
Ich war dann mit Freunden als Helfer und auch als Teilnehmer unterwegs. Das bedeutete eine Menge Spaß, Arbeit, aber vor allem wenig Schlaf. Was mir als ausgeprägter Eule wirklich zu Schaffen machte.
Freitag erst früh aufstehen fürs Blockpraktikum, dann Vorlesungen und danach (obwohl eher mittendrin, wir mussten früher gehen) ab durch die Stadt auf den Altklinik-Campus für einen Workshop für den MSV. Unsere AG-LeiterInnen vom BVMD haben uns dabei eine Mischung aus rechtlicher Einweisung (wie wir national und international organisiert sind), Aufgaben und Themen unserer AG sowie Möglichkeiten, wie wir mit Jugendlichen arbeiten können, vorgetragen. Es war ein sehr lustiger und aufschlussreicher Workshop, vor allem, da wir viele Sachen auch einfach selber gemacht haben und sie uns nicht nur einfach trocken erklärt wurden.
Kaum war dieser Punkt der Tagesliste abgehakt, keine Verschnaufpause - nein, rüber zum Uniplatz. Dort kamen nämlich nach und nach unsere Gäste aller Universitäten an und ich war da Mädchen für alles, aufräumen, Getränke, begrüßen, was halt auch immer so anfällt. Anstrengend, aber lustig mit einer Menge netter neuer Leute. Auch wenn man merkt, wie sehr das eigene Englisch nach der Schulzeit doch eingeschlafen ist, wenn man es denn mal braucht. Da hab ich mir aber gefühlt was zusammen geradebrecht, aber funktioniert hat es dann auch.
Um meine Schicht bis 1 Uhr nachts zu überleben, habe ich mir dann auch den ein oder anderen (eher mehr) Kaffee gegönnt, von einem Kommilitonen Mate-Tee bekommen und eine Freundin hat mir dann noch Guaranadrops gegeben. Ergebnis: Ich hatte gegen 23 Uhr einen mächtigen Schub, ich war richtig drauf, geradezu hyperaktiv. Was auch mächtig anstrengend ist. Die Krönung für meinen Zustand war dann aber noch die Tatsache, dass ein Genie das in dem Raum vorhandene White Board mit Permanentmarker angemalt hatte. Geil.
Meine Freundinnen und ich hatten das zwar nicht verbrochen, haben dann aber nach der Lösung des Problems gesucht. Zufälligerweise befand sich vom Grillen der preMV noch Grillanzünder im Raum - alkoholfrei zwar, aber einen Versuch wert. Also ab mit dem Zeug auf ne Serviette und geschrubbt - siehe da, mühsam zwar, aber wirksam.
Da standen wir dann zu dritt und schrubbten in einer Gaswolke die Tafel - CAVE: das Zeug macht high und man redet nur noch Gülle. Oder war es doch die Müdigkeit? Oder die legalen Drogen?
Nach ner Riesenaufräumaktion fand der Tag dann doch um 2 Uhr nachts in meinem Bett ein Ende. Leider nicht für lange. Um 9 Uhr befand ich mich schon wieder im Unikinikum und rannte da von A nach B, machte einen Umweg über C und erledigte eine Menge kleiner Aufgaben. darauf folgend dann das Helfer-Tshirt gegen das neue MSV-Tshirt getauscht und uns in einem Seminarraum als Ortsgruppe präsentiert.
Plakate, Verhütungskoffer, Geschenkbeutel und ein paar Spielchen aus unserem Repertoire. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß, auch wenn nicht viele unserer eigenen KommilitonInnen auftauchten - haben wir aber auch nicht anders erwartet. Über manche Dinge lohnt es sich einfach irgendwann nicht mehr zu ärgern.
Nachmittags gabs dann nochmal einen MSV-Workshop über Sexualität in Kindheit, Jugend und Alter. Vier Stunden lang - wieder eine Menge gelernt, viel gelacht, aber dann war auch mal gut. Noch schnell in die Mensa was essen und ab ins Bett.
Sonntag blieb mir das Arbeiten zum Glück erspart. Insgesamt hat das Wochenende sehr geschlaucht, gefordert, eine Menge neuer Erkenntnisse gebracht - und vor allem eine Menge Spaß. Wer also in die Gelegenheit kommt, sowas in der Art mal mitzumachen, es sei uneingeschränkt empfohlen!
Schönes Wochenende miteinander (und endlich ausreichend Schlaf)!
Ich war dann mit Freunden als Helfer und auch als Teilnehmer unterwegs. Das bedeutete eine Menge Spaß, Arbeit, aber vor allem wenig Schlaf. Was mir als ausgeprägter Eule wirklich zu Schaffen machte.
Freitag erst früh aufstehen fürs Blockpraktikum, dann Vorlesungen und danach (obwohl eher mittendrin, wir mussten früher gehen) ab durch die Stadt auf den Altklinik-Campus für einen Workshop für den MSV. Unsere AG-LeiterInnen vom BVMD haben uns dabei eine Mischung aus rechtlicher Einweisung (wie wir national und international organisiert sind), Aufgaben und Themen unserer AG sowie Möglichkeiten, wie wir mit Jugendlichen arbeiten können, vorgetragen. Es war ein sehr lustiger und aufschlussreicher Workshop, vor allem, da wir viele Sachen auch einfach selber gemacht haben und sie uns nicht nur einfach trocken erklärt wurden.
Kaum war dieser Punkt der Tagesliste abgehakt, keine Verschnaufpause - nein, rüber zum Uniplatz. Dort kamen nämlich nach und nach unsere Gäste aller Universitäten an und ich war da Mädchen für alles, aufräumen, Getränke, begrüßen, was halt auch immer so anfällt. Anstrengend, aber lustig mit einer Menge netter neuer Leute. Auch wenn man merkt, wie sehr das eigene Englisch nach der Schulzeit doch eingeschlafen ist, wenn man es denn mal braucht. Da hab ich mir aber gefühlt was zusammen geradebrecht, aber funktioniert hat es dann auch.
Um meine Schicht bis 1 Uhr nachts zu überleben, habe ich mir dann auch den ein oder anderen (eher mehr) Kaffee gegönnt, von einem Kommilitonen Mate-Tee bekommen und eine Freundin hat mir dann noch Guaranadrops gegeben. Ergebnis: Ich hatte gegen 23 Uhr einen mächtigen Schub, ich war richtig drauf, geradezu hyperaktiv. Was auch mächtig anstrengend ist. Die Krönung für meinen Zustand war dann aber noch die Tatsache, dass ein Genie das in dem Raum vorhandene White Board mit Permanentmarker angemalt hatte. Geil.
Meine Freundinnen und ich hatten das zwar nicht verbrochen, haben dann aber nach der Lösung des Problems gesucht. Zufälligerweise befand sich vom Grillen der preMV noch Grillanzünder im Raum - alkoholfrei zwar, aber einen Versuch wert. Also ab mit dem Zeug auf ne Serviette und geschrubbt - siehe da, mühsam zwar, aber wirksam.
Da standen wir dann zu dritt und schrubbten in einer Gaswolke die Tafel - CAVE: das Zeug macht high und man redet nur noch Gülle. Oder war es doch die Müdigkeit? Oder die legalen Drogen?
Nach ner Riesenaufräumaktion fand der Tag dann doch um 2 Uhr nachts in meinem Bett ein Ende. Leider nicht für lange. Um 9 Uhr befand ich mich schon wieder im Unikinikum und rannte da von A nach B, machte einen Umweg über C und erledigte eine Menge kleiner Aufgaben. darauf folgend dann das Helfer-Tshirt gegen das neue MSV-Tshirt getauscht und uns in einem Seminarraum als Ortsgruppe präsentiert.
Plakate, Verhütungskoffer, Geschenkbeutel und ein paar Spielchen aus unserem Repertoire. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß, auch wenn nicht viele unserer eigenen KommilitonInnen auftauchten - haben wir aber auch nicht anders erwartet. Über manche Dinge lohnt es sich einfach irgendwann nicht mehr zu ärgern.
Nachmittags gabs dann nochmal einen MSV-Workshop über Sexualität in Kindheit, Jugend und Alter. Vier Stunden lang - wieder eine Menge gelernt, viel gelacht, aber dann war auch mal gut. Noch schnell in die Mensa was essen und ab ins Bett.
Sonntag blieb mir das Arbeiten zum Glück erspart. Insgesamt hat das Wochenende sehr geschlaucht, gefordert, eine Menge neuer Erkenntnisse gebracht - und vor allem eine Menge Spaß. Wer also in die Gelegenheit kommt, sowas in der Art mal mitzumachen, es sei uneingeschränkt empfohlen!
Schönes Wochenende miteinander (und endlich ausreichend Schlaf)!
Dienstag, 19. April 2011
Arbeit zieht Arbeit nach sich
In Blockpraktikumswochen gehts teilweise halb Acht los (gnädigerweise unter Umständen auch erst halb Zehn - oh Gloria in Excelsis Deo...) mit Stationsarbeit oder im OP. Das kann mehr oder minder langweilig sein und zieht sich dann bis Mittag.
Ab Mittag dann im fliegenden Wechsel raus aus dem weißen Kittel, rein in den Hörsaal. Bis halb Sieben geben sich dann die Kliniker die Klinke in die Hand und bringen uns das Wesen der modernen Medizin näher - mehr oder minder talentiert das Publikum zu fesseln und Lehrinhalte gut verpackt vermittelnd. Zwischendurch hab ich mich dann mal davon machen können, denn ich hatte einen Termin in der Nuklearmedizin über ein Thema für meine Doktorarbeit. Habe dann dort auch ein vielversprechendes Thema abgegriffen, wo dann direkt nach Ostern schon die erste Arbeitsrunde auf mich wartet. Aber hej, ich habs ja nicht anders gewollt :). Das Gespräch war kurz und schmerzlos, also ab zurück nach Kröllwitz in die Vorlesungen und sich ab und an gefragt, warum zur Hölle man nicht auf die Peißnitz gefahren ist, aber für Selbstmitleid war es dann auch zu spät und die Vorlesungen waren vorbei.
Gut, wenn man dieses überstanden hat.
Schlecht, wenn es danach gleich weiter geht.
Ich habe ab um Sieben dann eigentlich Judokurs und die sportliche Betätigung tut nach so einem langen Tag wirklich gut. Nur diese Woche nicht - erstens hab ich mir wie erwähnt den Fuß verletzt und zweitens gab es diesen Montag unitechnisch abends noch etwas anderes zu tun.
Die Mitgliederversammlung der Medizinstudierenden kommt dieses Frühjahr nach Halle, vom 28. April bis einschließlich 01. Mai. Was da alles an Workshops, Vorträgen und natürlich (natürüürlich) Party laufen wird, kann man sich im vorläufigen Programm schon mal zu Gemüte führen.
Eine Menge Spaß verspricht das Ganze auf alle Fälle - aber natürlich auch eine Menge Arbeit. Diese dann für studentische freiwillige Hilfskräfte, die einen Haufen Arbeit für ein T-Shirt, Verpflegung, Kaffee und freien Eintritt zur Party machen.
Wieviel Arbeit da auf uns eigentlich zukommt, haben wir gestern gesehen. Knappe 30 Leute trafen sich um Acht im Dekanat. An einem Tag warten schon mal fast 50 Aufgaben auf Erfüllung. Nicht jeder kann jeden Tag zu jeder Uhrzeit zur Verfügung stehen.
Verdammt.
Wir haben uns vom MSV mal so grob ausgemacht, dass jeder von uns sich einen Tag für eine gewisse Uhrzeit zur Verfügung stellt. Dafür kriegen wir dann auf der MV einen eigenen Seminarraum, um uns vorzustellen, kriegen einen kleinen Workshop und die Fachschaft bezahlt uns auch neue T-Shirts. Yeah.
Haben wir uns fein ausgedacht. Wird wohl so nix werden. Aus einem Tag Verfügbarkeit, wurden dann fix drei und ich habe mich todesmutig dazu hinreißen lassen, notfalls auch mal eine Nachtschicht zu machen. Das bedeutet, ich wache von 22-7.30 Uhr in einer der Unterkünfte darauf, dass alle heil ankommen, nur reinkommt, wer darf und es sonst auch allen gut geht. Quasi Herbergsmutti.
Und da das ein so beliebter Job ist, werd ich ihn garantiert auch bekommen. Was tut man nicht alles für Kaffee ;)
Aber blöde Arbeit hin oder her - ich freue mich jetzt schon auf Gäste aus ganz Deutschland und ein geiles Wochenende!
(Die Orgas haben erzählt, dass sie neulich in Berlin erzählt bekamen, wie sich die Leute schon auf die MV in Halle freuen und dass sie noch nie im Osten gewesen sind...in Berlin. Anscheinend noch nie über die Stadtgrenze getraut - aber ist ja auch nachvollziehbar, bei uns in Brandenburg ist es gefährlich, hier gibts Wölfe! Und drei Nazis aufm Hügel, aber die finden niemand zum Verprügeln:
:)
Sonntag, 17. April 2011
If I had a hammer...
Dieses Wochenende meint es irgendwie nicht gut mit mir - erst beim Judo meinen rechten Fuß so zerstört, dass ich nur humpelnd durch die Gegend ziehe und jetzt gehts meiner psychischen Gesundheit auch noch an den Kragen. Dieses Schmuckstück habe ich heute nämlich bei Medi-Learn (einem Medizinerforum vom Bewerber, Studenten etc. bis zum Facharzt) gefunden:
Während man in der Wirtschaft Frauenquoten von maximal 30% schon als quasi kommunismusanheimelnde Planwirtschaft erachtet, die Leute (Frauen) in höhere Positionen bringen würde, die dort von ihrer Qualifikation her nichts zu suchen haben (Frauen), so sollen in einem Studium gleich 50% der Plätze an Männer verteilt werden, damit das verkrustete patriarchalische System ja so reaktionär wie es ist weiterlaufen kann und Frauen weiterhin fröhlich gegen eine gläserne Decke stoßen?
Ganz klar - wenn Frauen Kinder kriegen mutieren sie sofort zum allein qualifizierten Kinder-Betreuungs-Muttchen, das den Herd hütet. Männer würden die Kinder auch höchstens umbringen, Vaterinstinkte sind inexistent. Also müssen wir Frauen es tun. Gibt keine andere Lösung - Teilzeit, Betriebskindergärten, Gleitzeit mit Kernarbeitszeiten, verpflichtetenden Elternschutz für beide Elternteile, ach wozu denn!
Haben wir ja immer schon so gemacht.
Wenn Frau sich allerdings entschließt, dann doch keine Kinder in diese Welt zu setzen, dann ist sie natürlich schuld, dass Deutschland sich abschafft, wie Herr Sarrazin so großartig einfühlsam wie intellektuell stichfest in seinemBuch Pamphlet feststellt.
Aber mal im Ernst, die Studienplätze im Fach Medizin werden wie folgt verteilt:
Und man mag vieles über dieses System sagen, vom Geschlechterstandpunkt her ist es weitmöglichst gerecht. Es gibt auch Anrechnungen für geleistete Dienste, etwaige Behinderungen und Einschränkungen, feste Arbeitsstellen und familiäre Verpflichtungen (Sozialkriterium). Das macht den ganzen Bewerbungskram zwar erstmal kompliziert, aber wer sein Abitur geschafft hat, sollte da schon durchsteigen.
Wenn ich mich so entsinne, dürfte das Verhältnis bei mir im Studiengang ungefähr 60:40 zugunsten der Frauen sein. Da liegt also kein eklatanter Männermangel vor. Nicht missverstehen, am allerliebsten wäre mir eine allgemeine Geschlechterquote von minimal 45% und maximal 55%. Sprich jedes Geschlecht sollte zur Hälfte vertreten sein mit einer Schwankungsbreite von 5%. Genauso wie ich für einen Elternschutz anstelle des Mutterschutzes wäre. Und wenn schon Herdprämie, dann auch für Hausmänner!
Achja, an meinen Studienplatz kam ich über die Abibestenquote. Ich habe vor Kinder zu kriegen und ich koche und backe sehr gerne - aber Hausfrau, nie im Leben!
Wer dies erfüllend findet, bitte schön, aber ohne mich. Freie Entfaltung für alle!
Ich habe Quoten früher immer für doof gehalten, genauso wie ich mich dem Binnen-I verweigert habe ("Ich werde Arzt."). Aber ich habe meinen Standpunkt geändert, ich sehe Quoten heute als Übergangselemente an, die alten eingefahrenen Spuren zu verlassen und abseits der gelebten Heteronormativität neue Wege zu beschreiten. Werden die neuen Wege zur Normalität - dann mögen Quoten veraltet sein.
Zum Binnen-I hat mich die folgende Frage gebracht (irgendwo in den Weiten des WWW gelesen und vergessen wo - Verzeihung!):
Wer würde sich unter 100 Sängern schon 99 Sängerinnen und einen Sänger vorstellen? Obwohl es möglich wäre. Das generische Maskulinum ist maskuline Dominanz - und an ein gesprochenes Binnen-I kann man sich gewöhnen. Ehrlich!
In diesem Sinne: Ich werde Ärztin :)
"Bei den Studienanfängern muss es eine „Männerquote“ von 50 Prozent geben." Dtsch Arztebl 2011; 108(15): A-846 / B-692 / C-692Durchatmen...tief durchatmen. WTF oO!
Begründung: viele Frauen gehen im Laufe ihres Berufslebens wegen Schwangerschaft/Kindererziehung dem Gesundheitssystem verloren.
Während man in der Wirtschaft Frauenquoten von maximal 30% schon als quasi kommunismusanheimelnde Planwirtschaft erachtet, die Leute (Frauen) in höhere Positionen bringen würde, die dort von ihrer Qualifikation her nichts zu suchen haben (Frauen), so sollen in einem Studium gleich 50% der Plätze an Männer verteilt werden, damit das verkrustete patriarchalische System ja so reaktionär wie es ist weiterlaufen kann und Frauen weiterhin fröhlich gegen eine gläserne Decke stoßen?
Ganz klar - wenn Frauen Kinder kriegen mutieren sie sofort zum allein qualifizierten Kinder-Betreuungs-Muttchen, das den Herd hütet. Männer würden die Kinder auch höchstens umbringen, Vaterinstinkte sind inexistent. Also müssen wir Frauen es tun. Gibt keine andere Lösung - Teilzeit, Betriebskindergärten, Gleitzeit mit Kernarbeitszeiten, verpflichtetenden Elternschutz für beide Elternteile, ach wozu denn!
Haben wir ja immer schon so gemacht.
Wenn Frau sich allerdings entschließt, dann doch keine Kinder in diese Welt zu setzen, dann ist sie natürlich schuld, dass Deutschland sich abschafft, wie Herr Sarrazin so großartig einfühlsam wie intellektuell stichfest in seinem
Aber mal im Ernst, die Studienplätze im Fach Medizin werden wie folgt verteilt:
- 20% an die Abiturbesten, dabei treten nur die Leute gegeneinander an, die im gleichen Bundesland ihr Abitur gemacht haben - entscheidend ist also die Schulleistung (die die Jungen ja achso unfair benachteiligt)
- 20% nach Wartezeit, das heißt, wer Sitzfleisch besitzt, kriegt seinen Platz - nachrangig auch hier wieder die Abiturnote bei Bewerbern mit gleicher Wartezeit
- 60% werden durch die Universität selbst vergeben, wobei anzumerken ist, dass auch hier bei den meisten Unis die Abiturnote eine herrausragende Rolle spielt. Aber hier gibt es auch Gespräche und Medizinertests, wie den TMS oder Ham-Nat.
Und man mag vieles über dieses System sagen, vom Geschlechterstandpunkt her ist es weitmöglichst gerecht. Es gibt auch Anrechnungen für geleistete Dienste, etwaige Behinderungen und Einschränkungen, feste Arbeitsstellen und familiäre Verpflichtungen (Sozialkriterium). Das macht den ganzen Bewerbungskram zwar erstmal kompliziert, aber wer sein Abitur geschafft hat, sollte da schon durchsteigen.
Wenn ich mich so entsinne, dürfte das Verhältnis bei mir im Studiengang ungefähr 60:40 zugunsten der Frauen sein. Da liegt also kein eklatanter Männermangel vor. Nicht missverstehen, am allerliebsten wäre mir eine allgemeine Geschlechterquote von minimal 45% und maximal 55%. Sprich jedes Geschlecht sollte zur Hälfte vertreten sein mit einer Schwankungsbreite von 5%. Genauso wie ich für einen Elternschutz anstelle des Mutterschutzes wäre. Und wenn schon Herdprämie, dann auch für Hausmänner!
Achja, an meinen Studienplatz kam ich über die Abibestenquote. Ich habe vor Kinder zu kriegen und ich koche und backe sehr gerne - aber Hausfrau, nie im Leben!
Wer dies erfüllend findet, bitte schön, aber ohne mich. Freie Entfaltung für alle!
Ich habe Quoten früher immer für doof gehalten, genauso wie ich mich dem Binnen-I verweigert habe ("Ich werde Arzt."). Aber ich habe meinen Standpunkt geändert, ich sehe Quoten heute als Übergangselemente an, die alten eingefahrenen Spuren zu verlassen und abseits der gelebten Heteronormativität neue Wege zu beschreiten. Werden die neuen Wege zur Normalität - dann mögen Quoten veraltet sein.
Zum Binnen-I hat mich die folgende Frage gebracht (irgendwo in den Weiten des WWW gelesen und vergessen wo - Verzeihung!):
Wer würde sich unter 100 Sängern schon 99 Sängerinnen und einen Sänger vorstellen? Obwohl es möglich wäre. Das generische Maskulinum ist maskuline Dominanz - und an ein gesprochenes Binnen-I kann man sich gewöhnen. Ehrlich!
In diesem Sinne: Ich werde Ärztin :)
Mittwoch, 13. April 2011
Es gibt sogar was geschenkt!
Um Leute für soziales Engagement zu begeistern, muss man eben alle Register ziehen.
Am Montag sind wir vom MSV nämlich durch die Vorlesungen gezogen, um uns vorzustellen und neue Leute für unsere Arbeit zu gewinnen. War ganz lustig aufgemacht, wir hatten noch T-Shirts von unseren Vorgängern mit einem netten Kondom vorne drauf und der Unterschrift "richtig ficken". Wenigstens die Aufmerksamkeit war uns also schonmal sicher. Ich habe dann einen kurzen Text aufgesagt (zu dem dann noch ein paar kleine Plakate hochgehalten wurden) und auf unseren Infostand im Rahmen der Mitgliederversammlung der Medizinstudierenden hier in Halle hingewiesen, mit Kuchen, Kaffee, Spielen und Geschenken.
Wenn das nicht zieht, dann weis ich auch nicht mehr.
Es war aber teilweise schon seltsam, wenn man sich die Gesichter der Vorlesungsgänger so angeschaut hat, je höher das Semester, desto weniger Interesse, hatte man das Gefühl. Ich hoffe, ich täusche mich, denn es wäre echt schön neue begeisterte Mitstreiter zu finden. Also das Beste gehofft.
Die Planung der Schulbesuche läuft auch schon auf Hochtouren und wir haben von der Fachschaft die Zusage, dass sie uns neue (professionellere) T-Shirts zahlen. Es geht voran in schnellen Schritten!
Die nächsten Infos gibts dann wohl von der MV, denn da gibt es ja sogar was geschenkt ;)
Am Montag sind wir vom MSV nämlich durch die Vorlesungen gezogen, um uns vorzustellen und neue Leute für unsere Arbeit zu gewinnen. War ganz lustig aufgemacht, wir hatten noch T-Shirts von unseren Vorgängern mit einem netten Kondom vorne drauf und der Unterschrift "richtig ficken". Wenigstens die Aufmerksamkeit war uns also schonmal sicher. Ich habe dann einen kurzen Text aufgesagt (zu dem dann noch ein paar kleine Plakate hochgehalten wurden) und auf unseren Infostand im Rahmen der Mitgliederversammlung der Medizinstudierenden hier in Halle hingewiesen, mit Kuchen, Kaffee, Spielen und Geschenken.
Wenn das nicht zieht, dann weis ich auch nicht mehr.
Es war aber teilweise schon seltsam, wenn man sich die Gesichter der Vorlesungsgänger so angeschaut hat, je höher das Semester, desto weniger Interesse, hatte man das Gefühl. Ich hoffe, ich täusche mich, denn es wäre echt schön neue begeisterte Mitstreiter zu finden. Also das Beste gehofft.
Die Planung der Schulbesuche läuft auch schon auf Hochtouren und wir haben von der Fachschaft die Zusage, dass sie uns neue (professionellere) T-Shirts zahlen. Es geht voran in schnellen Schritten!
Die nächsten Infos gibts dann wohl von der MV, denn da gibt es ja sogar was geschenkt ;)
Dienstag, 5. April 2011
Soziales Engagement und Männerquote
Klingt jetzt nach hochtheoretischer Politik, ist aber auf einen konkreten Anlass bezogen.
Nun von Anfang an: Ich bin als Medizinstudentin Mitglied im MSV. Das Kürzel steht für "Mit Sicherheit verliebt" und wir engagieren uns im Kampf gegen HIV und AIDS. Am Welt-Aids-Tag (jährlich am 1. Dezember) haben wir beispielsweise einen Kuchenbasar (mit Glühwein, bei der Hundekälte ging der glatt noch besser weg ;)) veranstaltet und Geld zugunsten der Deutschen AIDS-Hilfe gesammelt.
Für dieses Semester planen wir uns weiter zu "professionalisieren", wenn man es denn so nennen will, und wollen Aufklärungsarbeit an Schulen leisten. Ende April ist hier in Halle eine Mitgliederversammlung der Medizinstudierenden und im Rahmen dessen kriegen wir von erfahreneren MSVlerInnen einen Workshop, der uns auf die Arbeit mit SchülerInnen der 5. bis 7. Klassen vorbereiten soll. Gleichzeitig wollen wir uns und unsere Arbeit auch unseren eigenen KommilitonInnen vorstellen, um bekannter zu werden und neue Mitglieder zu werben.
Das bedeutet natürlich auch eine ganze Menge Vorbereitung und Arbeit. Nächsten Montag wollen wir in den Vorlesungen alle Semester zu der Mitgliederversammlung und damit auch zu uns einladen. Auch das gehört natürlich vorbereitet. Im Großen und Ganzen ist dies sogar mein eigenes kleines Projekt. Das heißt, ich habe die Stundenpläne durchforstet, um eine Reihenfolge festzulegen, ich habe gestern Abend noch die Sekretariate der Vorlesungsveranstalter angeschrieben und um Erlaubnis gefragt, ich muss mir noch ein kleines Konzept überlegen und ich werde am Montag auch die Sprecherin sein. Das ist schön, macht Spaß, bedeutet aber auch eine gewisse Verantwortung.
Da kommt jetzt die Männerquote ins Spiel: Im Moment sind wir sechs Frauen und nur zwei "aktive" Männer. Die Gänsefüßchen habe ich benutzt, da die zwei Herren sich zwar an konkreten Aktionen, wie dem Basar oder auch Schulbesuchen beteiligen, der ganze Organisationskram, Schriftverkehr, Verhandlungen usw. also die ganze Verantwortung komplett an uns Frauen hängen bleibt.
Noch dazu meinte einer der beiden zu unserem Männermangel, er hätte schon ein paar Freunde, die gerne in Schulen oder so mitkommen würden, aber der ganze Kram mit den ständigen Treffen wollen sie nicht.
Zu den ständigen Treffen: Wir treffen uns jeden ersten Sonntag im Monat. Für ein bis zwei Stunden. Ohne Anwesenheitspflicht, wer mal nicht kann, der kann mal nicht, Protokoll kommt die drauffolgenden Tage immer als Email zugesandt. Das wird man als erwachsener Mensch doch wohl gebacken kriegen?!
Ich glaube ja gar nicht, dass alle Männer so sind, auch nicht bei uns im Studium ;), aber ich hoffe durch unsere "Öffentlichkeitsarbeit" in nächster Zeit bekommen wir ein paar zuverlässigere Exemplare in unsere eigenen Reihen, die es auch schaffen, wenn sie nicht könnnen, rechtzeitig (oder überhaupt) abzusagen.
Denn eins können und wollen wir nicht: Auf sie verzichten. Allein für die SchülerInnenarbeit ist es von Vorteil, mit den eigenen Erfahrungen der Pubertät und Sexualität arbeiten zu können und manche dieser Erfahrungen des "anderen" Geschlechts fehlen einem schlicht und ergreifend. Davon abgesehen denke ich, dass sich die meisten Kinder in diesem Alter bei dem sensiblen Thema unter gleichgeschlechtlichen Bezugspersonen besser aufgehoben fühlen, sich weniger genieren und man so einfach einen besseren Zugang zu ihnen hat.
Was wünsche ich mir also? Am schönsten wäre natürlich eine 50:50-Geschlechterverteilung, aber selbst wenns soweit nicht kommt, ein paar mehr Männer brauchen wir schon, denn wenn unsere beiden mal ausfallen, was machen wir dann? Wenn die Herren dann noch eine gute Portion Engagement und Arbeitswillen (den Spaß an der Sache natürlich nicht zu vergessen) mitbringen, dann ist es eigentlich schon geritzt ;)
In diesem Sinne hier noch zwei Links, um sich mit dem Thema HIV und Aids noch ein wenig mehr auseinander setzen zu können:
Deutsche AIDS-Hilfe
MSV
Einen schönen Abend noch!
Nun von Anfang an: Ich bin als Medizinstudentin Mitglied im MSV. Das Kürzel steht für "Mit Sicherheit verliebt" und wir engagieren uns im Kampf gegen HIV und AIDS. Am Welt-Aids-Tag (jährlich am 1. Dezember) haben wir beispielsweise einen Kuchenbasar (mit Glühwein, bei der Hundekälte ging der glatt noch besser weg ;)) veranstaltet und Geld zugunsten der Deutschen AIDS-Hilfe gesammelt.
Für dieses Semester planen wir uns weiter zu "professionalisieren", wenn man es denn so nennen will, und wollen Aufklärungsarbeit an Schulen leisten. Ende April ist hier in Halle eine Mitgliederversammlung der Medizinstudierenden und im Rahmen dessen kriegen wir von erfahreneren MSVlerInnen einen Workshop, der uns auf die Arbeit mit SchülerInnen der 5. bis 7. Klassen vorbereiten soll. Gleichzeitig wollen wir uns und unsere Arbeit auch unseren eigenen KommilitonInnen vorstellen, um bekannter zu werden und neue Mitglieder zu werben.
Das bedeutet natürlich auch eine ganze Menge Vorbereitung und Arbeit. Nächsten Montag wollen wir in den Vorlesungen alle Semester zu der Mitgliederversammlung und damit auch zu uns einladen. Auch das gehört natürlich vorbereitet. Im Großen und Ganzen ist dies sogar mein eigenes kleines Projekt. Das heißt, ich habe die Stundenpläne durchforstet, um eine Reihenfolge festzulegen, ich habe gestern Abend noch die Sekretariate der Vorlesungsveranstalter angeschrieben und um Erlaubnis gefragt, ich muss mir noch ein kleines Konzept überlegen und ich werde am Montag auch die Sprecherin sein. Das ist schön, macht Spaß, bedeutet aber auch eine gewisse Verantwortung.
Da kommt jetzt die Männerquote ins Spiel: Im Moment sind wir sechs Frauen und nur zwei "aktive" Männer. Die Gänsefüßchen habe ich benutzt, da die zwei Herren sich zwar an konkreten Aktionen, wie dem Basar oder auch Schulbesuchen beteiligen, der ganze Organisationskram, Schriftverkehr, Verhandlungen usw. also die ganze Verantwortung komplett an uns Frauen hängen bleibt.
Noch dazu meinte einer der beiden zu unserem Männermangel, er hätte schon ein paar Freunde, die gerne in Schulen oder so mitkommen würden, aber der ganze Kram mit den ständigen Treffen wollen sie nicht.
Zu den ständigen Treffen: Wir treffen uns jeden ersten Sonntag im Monat. Für ein bis zwei Stunden. Ohne Anwesenheitspflicht, wer mal nicht kann, der kann mal nicht, Protokoll kommt die drauffolgenden Tage immer als Email zugesandt. Das wird man als erwachsener Mensch doch wohl gebacken kriegen?!
Ich glaube ja gar nicht, dass alle Männer so sind, auch nicht bei uns im Studium ;), aber ich hoffe durch unsere "Öffentlichkeitsarbeit" in nächster Zeit bekommen wir ein paar zuverlässigere Exemplare in unsere eigenen Reihen, die es auch schaffen, wenn sie nicht könnnen, rechtzeitig (oder überhaupt) abzusagen.
Denn eins können und wollen wir nicht: Auf sie verzichten. Allein für die SchülerInnenarbeit ist es von Vorteil, mit den eigenen Erfahrungen der Pubertät und Sexualität arbeiten zu können und manche dieser Erfahrungen des "anderen" Geschlechts fehlen einem schlicht und ergreifend. Davon abgesehen denke ich, dass sich die meisten Kinder in diesem Alter bei dem sensiblen Thema unter gleichgeschlechtlichen Bezugspersonen besser aufgehoben fühlen, sich weniger genieren und man so einfach einen besseren Zugang zu ihnen hat.
Was wünsche ich mir also? Am schönsten wäre natürlich eine 50:50-Geschlechterverteilung, aber selbst wenns soweit nicht kommt, ein paar mehr Männer brauchen wir schon, denn wenn unsere beiden mal ausfallen, was machen wir dann? Wenn die Herren dann noch eine gute Portion Engagement und Arbeitswillen (den Spaß an der Sache natürlich nicht zu vergessen) mitbringen, dann ist es eigentlich schon geritzt ;)
In diesem Sinne hier noch zwei Links, um sich mit dem Thema HIV und Aids noch ein wenig mehr auseinander setzen zu können:
Deutsche AIDS-Hilfe
MSV
Einen schönen Abend noch!
Samstag, 2. April 2011
Nein, auch wenn beides mit "W" anfängt!
Gemeint ist hier Wirtschaft und Wissenschaft bzw. Hochschulangelegenheiten. Denn wie ich heute aus einer eMail des hallischen Stura erfahren durfte und auch auf der Seite des Stura der Uni Magdeburg nachzulesen ist, soll nicht mehr das Kultusministerium über wissenschaftliche Angelegenheiten wachen, sondern das Wirtschaftsministerium.
Soll denn jede persönliche, geistige und intellektuelle Entfaltung der Studierenden und Forschenden irgendwelchen ominösen Wirtschaftsinteressen untergeordnet werden? Ist das nur die logische Weiterführung der Bologna-Reform?
Wer kommt denn nur klaren Verstandes auf so einen Blödsinn?
Wie in einem Artikel der Volkstimme vom 29.03.11 zu erfahren ist, handelt es sich wohl um politische Ränkespiele nach der Landtagswahl. Sollte die CDU die Oberhoheit über das Kultusministerium an die SPD als Koalitionspartner abtreten müssen, so soll die jetzige CDU-Kultusministerin Wolff wenigstens Teile des ganzen wohl in ihr neues Ressort, das (wer hätte es geahnt) Wirtschaftsministerium, hinüberretten.
Schön. Und die Konsequenzen des Theaters? Über die haben sich die Oberen bestimmt noch keine Gedanken gemacht. So müssen wir das nun zu unserem eigenen Wohl tun.
Also wer kann und möchte ab am Montag, den 04.04.11 nach Magdeburg und um 13:30 Uhr vor dem Landtag gegen diesen unausgegorenen Politirrsinn protestieren. Für die HallenserInnen ist die Hinfahrt laut Stura kostenfrei organisiert, vom Hauptbahnhof 11.43 von Gleis 8.
Manchmal muss man eben für alle anderen mitdenken. Manchmal auch öfters.
Schönes Restwochenende, hoffentlich hatten alle so schönes Wetter wie hier!
Soll denn jede persönliche, geistige und intellektuelle Entfaltung der Studierenden und Forschenden irgendwelchen ominösen Wirtschaftsinteressen untergeordnet werden? Ist das nur die logische Weiterführung der Bologna-Reform?
Wer kommt denn nur klaren Verstandes auf so einen Blödsinn?
Wie in einem Artikel der Volkstimme vom 29.03.11 zu erfahren ist, handelt es sich wohl um politische Ränkespiele nach der Landtagswahl. Sollte die CDU die Oberhoheit über das Kultusministerium an die SPD als Koalitionspartner abtreten müssen, so soll die jetzige CDU-Kultusministerin Wolff wenigstens Teile des ganzen wohl in ihr neues Ressort, das (wer hätte es geahnt) Wirtschaftsministerium, hinüberretten.
Schön. Und die Konsequenzen des Theaters? Über die haben sich die Oberen bestimmt noch keine Gedanken gemacht. So müssen wir das nun zu unserem eigenen Wohl tun.
Also wer kann und möchte ab am Montag, den 04.04.11 nach Magdeburg und um 13:30 Uhr vor dem Landtag gegen diesen unausgegorenen Politirrsinn protestieren. Für die HallenserInnen ist die Hinfahrt laut Stura kostenfrei organisiert, vom Hauptbahnhof 11.43 von Gleis 8.
Manchmal muss man eben für alle anderen mitdenken. Manchmal auch öfters.
Schönes Restwochenende, hoffentlich hatten alle so schönes Wetter wie hier!
Freitag, 1. April 2011
Semesterferien - oder sowas in der Art.
Wer hat noch nie von ihnen gehört, den faulen Studenten, die vor 12.00 Uhr nie das Bett verlasse (sind vor 6.00 Uhr früh ja auch nicht im Bett) und zur Erholung von diesem Stress noch mehrere Monate einfach nur frei haben.
Jaja.
Manchmal wünschte ich, es wäre tatsächlich so. Ich hatte diese Semesterferien sage und schreibe zwei Wochen frei - ist ja schließlich nur vorlesungsfreie Zeit und nicht wirklich Ferien. Die restliche Zeit durfte ich mir im Immunologiepraktikum samt Klausur und in einer Famulatur in der Nuklearmedizin vertreiben.
Ersteres durchwachsen - letzteres: Super! Nettes Team, sehr selbstständiges Arbeiten, immer mit einbezogen und sehr lehrreich. Zur Krönung des Ganzen hab ich dann noch Aussicht auf eine Doktorarbeit! Yeah - so hatte ich mir das vorgestellt ;)! Alles ist schön.
Auch wenn ich mir das Fach nicht als meinen zukünftigen Arbeitsplatz vorstellen kann, so denke ich doch, dass ein, zwei Blicke über den Tellerrand während des Studiums niemanden schaden können. Mal sehen, wo ich mich dann im Sommer rumtreiben werde.
Trotzdem hätte ich gerne mal richtig frei - Wunschdenken. Wer sich mal etwas näher mit dem Medizinstudium befassen möchte, dem sei das folgende (schon etwas ältere, aber sooo wahre) Video ans Herz gelegt:
Jaja.
Manchmal wünschte ich, es wäre tatsächlich so. Ich hatte diese Semesterferien sage und schreibe zwei Wochen frei - ist ja schließlich nur vorlesungsfreie Zeit und nicht wirklich Ferien. Die restliche Zeit durfte ich mir im Immunologiepraktikum samt Klausur und in einer Famulatur in der Nuklearmedizin vertreiben.
Ersteres durchwachsen - letzteres: Super! Nettes Team, sehr selbstständiges Arbeiten, immer mit einbezogen und sehr lehrreich. Zur Krönung des Ganzen hab ich dann noch Aussicht auf eine Doktorarbeit! Yeah - so hatte ich mir das vorgestellt ;)! Alles ist schön.
Auch wenn ich mir das Fach nicht als meinen zukünftigen Arbeitsplatz vorstellen kann, so denke ich doch, dass ein, zwei Blicke über den Tellerrand während des Studiums niemanden schaden können. Mal sehen, wo ich mich dann im Sommer rumtreiben werde.
Trotzdem hätte ich gerne mal richtig frei - Wunschdenken. Wer sich mal etwas näher mit dem Medizinstudium befassen möchte, dem sei das folgende (schon etwas ältere, aber sooo wahre) Video ans Herz gelegt:
Leider wirds auch im klinischen Abschnitt nicht besser - immer diese leeren Versprechungen :b. Aber ansonsten habe ich mein Studium sehr lieb. Meistens.
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