Alles Halbgare, was mich aktuell beschäftigt und raus muss. Nämlich jetzt. Hier. Also meine persönliche kleine Müllhalde und alle sind zum Spielen eingeladen.
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Dienstag, 17. Mai 2011
Zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie
Ein wenig spät, ich weis. Deshalb nur ein paar fremde Federn - einmal von der Mädchenmannschaft, ein schöner Artikel um mir als Cis-Hetera mal deutlich zu machen, wie privilegiert ich in dieser Gesellschaft trotz allem bin. Zum anderen eine nette Umkehr von Fragen, denen sich so manche/r Homosexuelle im Leben sicher schon stellen durfte bei iheartdigitallife. Ich hab mich gut amüsiert ;)
Sonntag, 15. Mai 2011
Zementierte Vorurteile - Männlichkeit
Fernsehen gefährdet echt die eigene Gesundheit - manchmal weis man nicht, ob man jetzt lachen oder weinen soll. Wahrscheinlich kotzen.
Aktuell. Kabel eins - Abenteuer Leben. Gerade läuft so ein beliebtes Countdown-Spielchen à die Zehn blablabla...und blabla steht hier für heteronormativen Scheißdreck vom Feinsten. Ich wunder mich noch warum als erstes in der Sendung nicht der Moderator, sondern ein halbnacktes Model, welches fotografiert wird, gezeigt wird. Aber das ist ja ganz logisch, denn es geht ja schließlich um die Top 6 Traumberufe für echte Männer.
oO
Waha.
Natürlich sind echte Männer nur heterosexuelle, pornoliebende, pokerspielende, legospielende, Bier trinkende Hubschrauberpiloten. Also wer diese Vorgaben nicht erfüllt, muss sein Y-Chromosom sofort und unverzüglich beim Amt für Geschlechterdivergenzen abgeben. Sonst drohen horrende Strafen.
Würg. Entschuldigen Sie bitte, aber da kam mir doch glatt ein wenig Kotze hoch.
Kommt das mir eigentlich nur so vor oder werden tatsächlich zur Zeit verstärkt Geschlechterrollen in der Werbung zementiert? Schon mal nen Baby mit seinem Vater in der Werbung gesehen? Bei Coke backen auch nur Mütter Schokoladenkuchen. Davon abgesehen ist jeder gebaute Panzer für mich ein Grund an das Schlechte in der Welt zu glauben. Bei Axe gehts auch nur darum, Frauen anzumachen. Beim Frauendeo von FA rennt eine Frau oben ohne rum.
An was für Menschen bringen diese Leute ihre Waren? An mich jedenfalls nicht.
Aktuell. Kabel eins - Abenteuer Leben. Gerade läuft so ein beliebtes Countdown-Spielchen à die Zehn blablabla...und blabla steht hier für heteronormativen Scheißdreck vom Feinsten. Ich wunder mich noch warum als erstes in der Sendung nicht der Moderator, sondern ein halbnacktes Model, welches fotografiert wird, gezeigt wird. Aber das ist ja ganz logisch, denn es geht ja schließlich um die Top 6 Traumberufe für echte Männer.
oO
Waha.
Natürlich sind echte Männer nur heterosexuelle, pornoliebende, pokerspielende, legospielende, Bier trinkende Hubschrauberpiloten. Also wer diese Vorgaben nicht erfüllt, muss sein Y-Chromosom sofort und unverzüglich beim Amt für Geschlechterdivergenzen abgeben. Sonst drohen horrende Strafen.
Würg. Entschuldigen Sie bitte, aber da kam mir doch glatt ein wenig Kotze hoch.
Kommt das mir eigentlich nur so vor oder werden tatsächlich zur Zeit verstärkt Geschlechterrollen in der Werbung zementiert? Schon mal nen Baby mit seinem Vater in der Werbung gesehen? Bei Coke backen auch nur Mütter Schokoladenkuchen. Davon abgesehen ist jeder gebaute Panzer für mich ein Grund an das Schlechte in der Welt zu glauben. Bei Axe gehts auch nur darum, Frauen anzumachen. Beim Frauendeo von FA rennt eine Frau oben ohne rum.
An was für Menschen bringen diese Leute ihre Waren? An mich jedenfalls nicht.
Samstag, 14. Mai 2011
Hormone und Konservative
Das der neugewählte Ministerpräsident Sachsen-Anhalts Reiner Haseloff (CDU - muss man noch mehr sagen?) ein höchst zweifelhafter Politiker ist, und höchstens als Sexismusexperte aus eigener Erfahrung durchgeht, weis man ja. Aber was er und seine Parteigenossen sich da jüngst geleistet haben, geht echt auf keine Kuhhaut - nicht mal auf eine aus Kunstleder.
Nachtigall, ick hör dir trapsen. Wie oft will man Hormone noch als Argument gegen Frauen ins Feld führen? Denn, meine Herren, sie mögen wohl Recht haben, Hormone steuern jegliche unserer Verhaltensweisen - Nahrungsaufnahme, Wahrnehmung und Denken, Schlaf-Wach-Rhythmus, Sexualität, soziales Verhalten. Ebenso, geneigte Leserschaft, haben sie auch Recht, dass diese Steuerung zyklischen Schwankungen unterworfen ist.
Die Frau ist ein "hormongesteuertes" Wesen, in der Tat. Bevor hier aber irgendwer ein siegesgewisses Grinsen - "ich hab es ja schon immer gewusst" - aufsetzt:
Der Mann nicht minder. Jede gegenteilige Behauptung ist unseriös bzw. schlichtweg gelogen.
Daran ist überhaupt nichts verwerfliches. Hormone und ihre Zyklen sind unsere Überlebensgarantie, medizinische Probleme im Hormonhaushalt haben schwerwiegendste Folgen - im Zweifelsfalle letale, wenn man nicht behandeln kann mit (genau) Hormonen. Hormone sind nicht unsere Feinde und sie diskreditieren eine Frau in keinster Weise - nicht in ihren kognitiven und nicht in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeiten.
Wenn die CDU-Frauen sich also aufregen, hat dies mitnichten mit ihren Hormonen zu tun, sondern mit Tatsachen und der ungeschminkten konservativen Realität. 35 Führungspositionen waren zu vergeben - 2 gingen davon an Frauen.
5,7%. Fünf Komma Sieben Prozent. FÜNF KOMMA SIEBEN!
oO Da tanzen meine Hormone auch Rumba - vor allem Adrenalin. Wenn es irgendeinen Beweis für die Notwendigkeit der Frauenquote noch gebraucht hätte - bitte schön hier Frei Haus. Die Begründung, dies wäre nicht möglich mit den 30% bei nur sechs Frauen in der Fraktion, schlägt einem doch auch nur als blanker Hohn ins Gesicht. Wenn diese Partei die WählerInnenlandschaft Sachsen-Anhalts abbildet, dann ist der Frauenmangel im Osten anscheinend furchtbarer als angenommen.
Nicht mit den Frauen läuft was falsch, dass sie nicht in der CDU "vorhanden" sind, nein, mit der CDU läuft was falsch, wenn sie Frauen in großer Mehrheit keine politische Heimat bieten kann (und oftmals wohl auch nicht will). Vielleicht sollte die Partei mal überlegen, wie sie sich für die größte Minderheit des Landes attraktiver machen kann und den schwarzen Peter nicht den Frauen in die Schuhe schieben.
Ich gebe unumwunden zu - meine politische Heimat wird die CDU nie sein und dementsprechend werde ich sie nicht wählen (gibt ja genug andere *Piep*, die das tun). Aber habe ich als Frau und damit Teil aller Frauen Sachsen-Anhalts (oder auch der BRD, das Problem ist in jedem Rahmen ja dasgleiche) nicht trotzdem das Anrecht, angemessen repräsentiert zu werden?
Das alle zehn Sprecherposten an Männer gingen - keine Bewerberin wurde berücksichtigt - verwundert mich nach den Führungspositionendebakel noch weniger. Die Vorsitzende der Frauenunion Eva Wybrands allerdings schon:
"Was hier passiert, baut nicht mehr auf den Werten auf, für die die CDU steht."
Naja, für mich klingt das nach althergebrachten konservativen Mustern. Was nicht bedeutet, dass diese nicht endlich begraben gehören, lieber heute denn morgen.
Fuck Gleichberechtigung - her mit der GleichSTELLUNG! Papier ist geduldig, auf den Gleichstellungsparagraphen in unserem Grundgesetz darf ich mich eh nicht beziehen - ich will endlich Taten sehn und verdammte Erfolge!
Allergikerhinweis: Dieses Produkt kann produktionsbedingt Spuren von Ironie, Sarkasmus und Zynismus enthalten.
Nachtigall, ick hör dir trapsen. Wie oft will man Hormone noch als Argument gegen Frauen ins Feld führen? Denn, meine Herren, sie mögen wohl Recht haben, Hormone steuern jegliche unserer Verhaltensweisen - Nahrungsaufnahme, Wahrnehmung und Denken, Schlaf-Wach-Rhythmus, Sexualität, soziales Verhalten. Ebenso, geneigte Leserschaft, haben sie auch Recht, dass diese Steuerung zyklischen Schwankungen unterworfen ist.
Die Frau ist ein "hormongesteuertes" Wesen, in der Tat. Bevor hier aber irgendwer ein siegesgewisses Grinsen - "ich hab es ja schon immer gewusst" - aufsetzt:
Der Mann nicht minder. Jede gegenteilige Behauptung ist unseriös bzw. schlichtweg gelogen.
Daran ist überhaupt nichts verwerfliches. Hormone und ihre Zyklen sind unsere Überlebensgarantie, medizinische Probleme im Hormonhaushalt haben schwerwiegendste Folgen - im Zweifelsfalle letale, wenn man nicht behandeln kann mit (genau) Hormonen. Hormone sind nicht unsere Feinde und sie diskreditieren eine Frau in keinster Weise - nicht in ihren kognitiven und nicht in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeiten.
Wenn die CDU-Frauen sich also aufregen, hat dies mitnichten mit ihren Hormonen zu tun, sondern mit Tatsachen und der ungeschminkten konservativen Realität. 35 Führungspositionen waren zu vergeben - 2 gingen davon an Frauen.
5,7%. Fünf Komma Sieben Prozent. FÜNF KOMMA SIEBEN!
oO Da tanzen meine Hormone auch Rumba - vor allem Adrenalin. Wenn es irgendeinen Beweis für die Notwendigkeit der Frauenquote noch gebraucht hätte - bitte schön hier Frei Haus. Die Begründung, dies wäre nicht möglich mit den 30% bei nur sechs Frauen in der Fraktion, schlägt einem doch auch nur als blanker Hohn ins Gesicht. Wenn diese Partei die WählerInnenlandschaft Sachsen-Anhalts abbildet, dann ist der Frauenmangel im Osten anscheinend furchtbarer als angenommen.
Nicht mit den Frauen läuft was falsch, dass sie nicht in der CDU "vorhanden" sind, nein, mit der CDU läuft was falsch, wenn sie Frauen in großer Mehrheit keine politische Heimat bieten kann (und oftmals wohl auch nicht will). Vielleicht sollte die Partei mal überlegen, wie sie sich für die größte Minderheit des Landes attraktiver machen kann und den schwarzen Peter nicht den Frauen in die Schuhe schieben.
Ich gebe unumwunden zu - meine politische Heimat wird die CDU nie sein und dementsprechend werde ich sie nicht wählen (gibt ja genug andere *Piep*, die das tun). Aber habe ich als Frau und damit Teil aller Frauen Sachsen-Anhalts (oder auch der BRD, das Problem ist in jedem Rahmen ja dasgleiche) nicht trotzdem das Anrecht, angemessen repräsentiert zu werden?
Das alle zehn Sprecherposten an Männer gingen - keine Bewerberin wurde berücksichtigt - verwundert mich nach den Führungspositionendebakel noch weniger. Die Vorsitzende der Frauenunion Eva Wybrands allerdings schon:
"Was hier passiert, baut nicht mehr auf den Werten auf, für die die CDU steht."
Naja, für mich klingt das nach althergebrachten konservativen Mustern. Was nicht bedeutet, dass diese nicht endlich begraben gehören, lieber heute denn morgen.
Fuck Gleichberechtigung - her mit der GleichSTELLUNG! Papier ist geduldig, auf den Gleichstellungsparagraphen in unserem Grundgesetz darf ich mich eh nicht beziehen - ich will endlich Taten sehn und verdammte Erfolge!
Allergikerhinweis: Dieses Produkt kann produktionsbedingt Spuren von Ironie, Sarkasmus und Zynismus enthalten.
Donnerstag, 28. April 2011
Und ich hake ein Klischee mehr ab...
"Bist du etwa Vegetarier?" - Davon abgesehen, dass ich noch schlimmer drauf bin, ich abgefreaktes etwas, war die Stimme aus dem Hintergrund dazu (Mutter der Gastgeberin des kleinen Grillfestes, welches ich und mein Freund besuchten und wofür ich mir in weiser Voraussicht mein eigenes Futter mitbrachte) den eigentlichen Post hier wert:
"Vegetarier sind bloß zu blöd zum Jagen." - Oh, yes. Ich lach mich tot, hab ich ja noch nie gehört, wie kommt man nur auf so geile Sprüche, ach wenn ich doch nur halb so kreativ wäre...
Ihr wisst was ich meine.
Kommt immer ganz gut von Menschen, die nicht mal ansatzweise so aussehen, als könnten sie ihr eigenes Fleisch erlegen. Macht aber nüscht, kann ick ja ooch nich. Macht gleich doppelt nüscht, will ick ja ooch nich. Ach ja, ich verbuche das dann mal unter den indianischen Sprachkenntnissen der Omnivoren im Veganerbingo.
"Vegetarier sind bloß zu blöd zum Jagen." - Oh, yes. Ich lach mich tot, hab ich ja noch nie gehört, wie kommt man nur auf so geile Sprüche, ach wenn ich doch nur halb so kreativ wäre...
Ihr wisst was ich meine.
Kommt immer ganz gut von Menschen, die nicht mal ansatzweise so aussehen, als könnten sie ihr eigenes Fleisch erlegen. Macht aber nüscht, kann ick ja ooch nich. Macht gleich doppelt nüscht, will ick ja ooch nich. Ach ja, ich verbuche das dann mal unter den indianischen Sprachkenntnissen der Omnivoren im Veganerbingo.
Freitag, 1. April 2011
Hauptsache unkompliziert und nüchtern. Ähja.
Als brave Staatsbürgerin (hoffentlich liest das meine Mutter nicht) habe ich meine diesjährige Pflicht getan und war wählen.Genauer gesagt Landtagswahl. Dass meine eigene politische Einstellung nicht mehrheitskonform ist, wusste ich schon vorher, aber warum zur Hölle wählt man den folgenden CDU-Herrn und lässt ihn dann bei der FAZ so einen Blödsinn verzapfen?
"Herr Haseloff, Sie führen gerade Sondierungsgespräche mit der SPD. Wenn's klappt, werden Sie Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Was ist gut im Osten?
Die ostdeutsche Frau. Sie ist unkompliziert. Durch die Diktaturerfahrung setzt sie andere Prioriäten. Zum Beispiel diskutiert sie nicht stundenlang über Biofleischsorten, sondern es geht um Fleisch oder Nichtfleisch. Sie ist nüchterner." Finde die Quelle.Da ich die FAZ mir höchstens im Probeabo ab und an zu Gemüte führe (ich arme Studentin ;)), muss ich dem tollen Blog (lesenswert!) vom Fellmonsterchen (und ja, hier gibts Limetten und sogar Bananen! Wer hätte gedacht, dass wir es mal soweit bringen ;)) danken,das mir diesen sehr eigenen Gedankengang des Landesvaters zugänglich gemacht hat. Danke.
Nach der Dankesrede nun zum Inhaltlichen:
Aha. Bitte?
Natürlich sind wir Ostfrauen alle nüchtern und unkompliziert dank unserer Diktaturerfahrung. Alles was in den 80er jahren oder gar noch später geboren ist, mag vielleicht volljährig sein, aber damit noch lange keine Frau. Natürlich nicht. Obwohl, zählt die BRD jetzt etwa auch als Diktatur? Hmmm...
Was für furchtbare Prioritäten hat die Westfrau eigentlich, die sie für den Mann so unangenehm kompliziert macht? Diskutieren, also ehrlich, das muss doch nicht sein. Denken stresst nur und das macht Falten. Ja, richtig: Falten! Und graue Haare - wahaaaaaa. Hört sofort auf damit. Binäres Entscheidungssystem reicht völlig!
Davon abgesehen sind wir praktisch-nicht-denken-einfach-machen-Ostfrauen das einzig Gute hier. Zumindest das Erste was einem einfällt. Einzige Verteidigung, die mir einfällt: Was soll dieses Ost-West-Klischeekeulen-Geschwinge eigentlich?
Ich bin ein Wendekind und würde es begrüßen, wenn dieser Blödsinn mal endlich ein Ende finden würde und auf beiden Seiten die Erkenntnis, dass wir alles unterschiedliche (eigenartige) Persönlichkeiten sind, eeeendlich Früchte tragen würde.
Und ein bisschen mehr Diskussionsbereitschaft aller (Frauen wie Männer) würde dieser Gesellschaft wahrlich guttun.
Zusammenfassend: Scheiß Frage, scheiß Antwort, was wollte der Herr damit eigentlich sagen und warum bohrt die Interviewerin da nicht nach? In meinem annehmbarsten Hirnszenario war sie ob dieser Antwort einfach zu paralysiert.
Mein Wort zum Freitag.
(Und ich hoffe doch schwer, dass man anhand dieses Textes erkennt, wie einfach und nüchtern ich doch als Ostfrau gestrickt bin - Fleisch nein!)
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